Hochfest unserer Klostergründer Placidus und Sigisbert

Bei grossartigem Sommerwetter durften wir heute mit zahlreichen Gästen aus der gesamten Schweiz, darunter eine Delegation des Trachtenvereins aus Zermatt sowie Vertreter der Politik, das Hochfest unserer Klostergründer Placidus und Sigisbert feiern.

«Im Festgottesdienst zum Hochfest der Gründerheiligen sang der Schulchor von Wolfgang Amadeus Mozart die Krönungsmesse, auch wenn keine gekrönten Häupter zu Gast waren, sondern Vertreterinnen und Vertreter der demokratischen Institutionen. Gleichwohl passte die herzerhebende Musik wunderbar zum krönenden Abschluss des Schuljahres 2025/26. Die Klosterkirche war randvoll mit Pilgern von nah und fern.

Einen besonders farbenfrohen Akzent setzten die Ritter und Damen vom Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem und der Trachtenverein Zermatt, ebenso die zahlreich erschienenen Giuventetgnas der Surselva mit ihren Fahnen und Uniformen. Zusammen mit der Musikgesellschaft und den Tambouren von Disentis ,hatten sie die Ehre’, den anwesenden politischen Repräsentanten nach der Prozession ,eine Salvia zu erweisen’. So Ständeratspräsident Stefan Engler, Nationalrat Martin Candinas, Regierungsrat Marcus Caduff, den Grossräten und Gemeindepräsidenten und -präsidentinnen der Surselva.

Festzelebrant war in diesem Jahr Abt Gerhard Hafner vom Benediktinerstift Admont in der Steiermark (Österreich). Abt Vigeli hob die langjährigen persönlichen Beziehungen von Disentiser Mönchen zu den Mitbrüdern von Admont hervor. Er selbst pflegte diese Beziehung während seiner Studienzeit in Salzburg, Pater Murezi schloss Freundschaften während seines theologischen Studiums in Heiligenkreuz.

Abt Gerhard, zugleich Pfarrer von Admont, wusste die Zuhörer und Zuhörerinnen mit seiner Predigt zu packen. Jugendlichen seiner Pfarrei hatte er angeboten, ihm ein beliebiges Predigthema vorzuschlagen. Er schluckte zuerst leer, als die Jugendlichen antworteten: «Predigen sie über Automarken.» Die Disentiser Gottesdienstgemeinde konnte feststellen, dass sich der Admonter Abt dieser Aufgabe mit Bravour entledigte. Drei Automarken sollen den christlichen Weg weisen. Erstens: Audi. Auf Deutsch: «Höre» – auf Christi Wort und Weisung im Evangelium. Doch was nützt das Hören ohne die Umsetzung in die Tat. Deshalb zweitens: Fiat. Auf Deutsch: «Es geschehe» – die Praxis der Gottes- und Nächstenliebe im Alltag. Damit dies mit Gottes Hilfe gelingt, folgt drittens: BMW, die Abkürzung für: «Bete mit Würde.»

Auch wenn die Festmesse Höhepunkt des Festtages war, wurde dieser zusätzlich gekrönt von prächtigem Sommerwetter mit angenehmer Temperatur und einem exquisiten Festmahl für die geladenen Gäste.»

Pater Bruno Rieder

Wir verwenden Cookies und Google Analytics, damit wir unsere Internetseite laufend verbessern und Sie bestmöglich mit Informationen versorgen können. Durch die weitere Nutzung der Internetseite erklären Sie sich mit der Verwendung der oben genannten Dienste einverstanden. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.