Umgang mit Rauch und Feuer: Feuerwehrübung mit dem Konvent

Die richtige Reaktion bei Feuer und Rauch, Alarmorganisation und die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften hat der Konvent der Benediktinerabtei Kloster Disentis gemeinsam mit dem Feuerwehrstützpunkt Sursassiala geübt. «Das war für beide Seiten ein sehr guter Austausch», so Pater Murezi Casanova, der den Anlass gemeinsam mit dem Stützpunktkommandanten Gion Tenner organisiert und umgesetzt hatte.

«Für uns war es gut zu sehen, wie die Feuerwehrleute arbeiten, wie sie vorgehen – aber genauso wichtig war es auch gerade für die jüngeren Feuerwehrleute, die das Kloster noch nicht so kennen, uns als Kloster und als Konvent besser kennenzulernen, wie wir organisiert sind und natürlich auch wie das Kloster aussieht.»

Auf dem Programm standen sowohl praktische Übungen mit Löschdecken und Feuerlöschern im Angriff auf kleine Feuer oder Brandherde, die zunächst bereits intern bekämpft werden können, als auch Einsätze mit Atemschutzmaske und das Vorgehen bei der Prüfung des Gebäudes bei und nach einer Evakuierung.

«Hier sind wir einmal ohne Licht in einen testweise verrauchten Raum gegangen», erklärt Pater Murezi, «und dann mit Wärmebildkamera, das war schon sehr eindrücklich.» In Einzelfällen sollen Mönche, die in die Alarmorganisation integriert sind, den Feuerwehrleuten bei der Orientierung und damit Rettung von eingeschlossenen oder verletzten Personen helfen. «Für die so genannte Gefahrenzone II, da können wir hinzugezogen werden», erklärt Pater Murezi. Gleich zehn Brüder waren im Rahmen der Übung mit Atemschutz im Einsatz.

«Ein Brand im Kloster würde für uns als Feuerwehr eine besondere Herausforderung darstellen», erklärt Gion Tenner den Hintergrund der besonderen Übung. «Zwar sind sämtliche Gebäude brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand, aber das Gebäude gleicht für Aussenstehende, und das sind die meisten unserer Feuerwehrleute, einem Labyrinth. Bei einem Einsatz, und sei er noch so klein, sind wir daher auf ortskundige Personen angewiesen.»

So war gerade die Kontaktpflege wichtiger Teil der Übung. «So können uns die Mönche im Ereignisfall im Kloster unterstützen. Damit dies funktioniert, müssen Abläufe und Personen bekannt sein – das spart im Ernstfall wertvolle Zeit.»

«Die Übung  war für beide Seiten ein voller Erfolg», bilanzierte Gion Tenner. «Das wichtigste Ziel wurde erreicht: die KKKK-Regel – in Krisen Köpfe kennen und deren Kompetenzen einschätzen.» Ausserdem habe die Ausbildung Sicherheit vermittelt und Ängste genommen.

Ausserdem präsentierten die Pumpiers Sursassiala einen Teil ihres Fahrzeugparks.

Unterstützt wurde die Übung auch durch Lucas Schnoz, Schreiner im Kloster, der auch zum Team der Pumpiers Sursassiala gehört.

 

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