Die Kapelle steht an der angeblichen Stelle des Martyriums des heiligen Placidus von Disentis. Die erste Kapelle war im Januar 1458 durch eine Lawine zerstört worden und wieder aufgebaut. Geweiht wurde die Kirche am 3. September 1658. Architekt war Domenico Barbieri aus Roveredo im Misox. 1990 bis 1993 wurde die Kirche restauriert.
Anders als die beiden Vorgängerbauten ist die Kirche in der Längsachse nach Norden ausgerichtet, damit ihr massiver Turm als Lawinenbrecher wirken kann. Rechts und links der Eingangstüren sind Malereien der Klosterheiligen Sigisbert von Disentis und Placidus angebracht. Lediglich die beiden Seitenaltäre stammen aus der Zeit um 1655. Der Hochaltar stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Kanzel aus der Zeit um 1800.


